Das Unvermeidliche…

20. März 2009

Internet Explorer 8 – Experten und Logik

Einsortiert unter: Sicherheit,Technik — Wörterschmied @ 13:23
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Der neue Internet Explorer ist jetzt ein paar Stunden alt und schon liest man die “Experten” davor warnen, ihn auch tatsächlich zu benutzen.

Die Begründung ist schnell dahergezaubert: Weil ihn ja so viele Leute benutzen, werden die Sicherheitslücken auch schnell ausgenutzt und schon hätte man ein Problem.

Wenn nun aber viel mehr Leute Alternativen benutzen wie FireFox oder Opera, dann dürfte es, der Logik folgend, auch nicht lange dauern, bis auch da Sicherheitslücken schnell ausgenutzt werden.

Was ändert sich also? Genau: Prinzipiell erstmal gar nichts. Das Produkt mit dem größten Marktanteil wird am schnellsten angegriffen. Hat FireFox irgendwann mehr Marktanteil als der Internet Explorer, wird es logischerweise mehr Angriffe auf ersteren geben. Vermutlich werden dann die Experten raten, doch lieber wieder den Internet Explorer zu benutzen?

Das ist wie mit der Virensicherheit bei Apple. Der Mac ist solange sicher, wie wenige Leute ihn nutzen und er damit kein attraktives Ziel für Virenschreiber ist. Nicht umsonst empfahl Apple ja auch kürzlich, dass man Antivirensoftware einsetzen sollte.

Letztlich muss jeder selbst Sicherheitsvorkehrungen treffen und aufpassen, welche Inhalte er ansurft oder herunterlädt. Denn auch das sicherste System schütz vor Schaden nicht, wenn man mehr oder weniger unbewusst gefährliche Inhalte runterlädt bzw. manipulierte Websites ungepatchte Sicherheitslücken ausnutzen.

14. September 2008

Tanzende Eier

Einsortiert unter: Allgemein,Realvisions,Technik — Wörterschmied @ 12:55
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Wenn man sich ein bisschen umguckt, findet man recht erstaunliche Dinge im Netz. Vor allem hat mich ja kürzlich ein Bericht der vergangenen IFA, bei dem es um die Vorstellung eines neuen MP3-Players von Sony ging.

Putzig, dieses kleine, tanzende Ei. Aber ob das Marktfähig ist? Ich meine… da tanzt dann ein Ei auf dem Tisch und “wackelt mit den Ohren” – bedient wird das ganze dann durch ziehen oder drehen. Schön – aber mir fehlt dann doch das Display mit der Titelanzeige und die Möglichkeit Playlisten direkt am Gerät zu erstellen.

Mal sehen, was als nächstes kommt. iPods die Männchen machen, wenn ein neues Lied beginnt?

10. September 2008

Hurra, wir leben noch!

Obwohl heute Morgen um 09:00 Uhr MET der erste “Schuss” des LHC in Bern gefallen ist, scheint die Welt nicht untergegangen zu sein.

Das hat schon mal enorme Vorteile. Allerdings ist dafür scheinbar die Internetleitung nach Bern gestört – zumindest kann der Live-Webcast zur Zeit nicht geöffnet werden. Auch das ist allerdings nicht weiter verwunderlich, denn immerhin müssen ja enorme Mengen an Daten verarbeitet werden.

Diese Daten werden – so beschrieb es das CERN selbst – über das Internet verteilt und von verschiedenen Hochleistungsrechenzentren weltweit aufgearbeitet.
Mehrere Terrabyte Daten fallen an, wenn die Experimente in vollem Gange sind. Nun wird sich ja zeigen, ob es wirklich zu einem Unfall kommt oder ob tatsächlich kleine Schwarze Löcher erzeugt werden. Wir werden es in den nächsten Stunden wohl erfahren.

Für alle, die noch nicht wissen, worum es eigentlich geht, hat die Netzzeitung ein recht informatives Interview mit dem Leiter des CERN, Rolf-Dieter Heuer geführt.

Dann warten wir jetzt mal gespannt ab, ob all die Berichte über den Weltuntergang, Schwarze Löcher und die Erschaffung neuer Universen im Labor vielleicht doch etwas übertrieben sind.

Auf jeden Fall hat das Ganze eine positive Seite, was die Entwicklung des Internets anbelangt. All die Daten müssen ja irgendwie verarbeitet werden – und so entstand das Grid.

3. September 2008

Fernsehen bis der Arzt kommt…

Einsortiert unter: Allgemein,Medienkritik,Technik — Wörterschmied @ 09:53
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Und das im wahrsten Sinne des Wortes! Als ob es nicht schon genug ist, dass die scheinbar einzige Gesprächs- und Streitgrundlage in deutschen Wohnzimmern das Fernsehprogramm ist – nein, die mediale Reizüberflutung geht noch weiter.

Beim Warten auf die U-Bahn, in Kaufhäusern oder in der Bank – egal wo wir hinsehen und gehen, der Fernseher ist meist schon da. Überall bewegte Bilder, sei es nun MTV oder N-TV, schwingende Hintern oder schwindende Börsenkurse, an jeder Ecke lauert die eingeschaltete Abschaltung.

Denn mehr ist es meist nicht, was wir alle tun, wenn wir dann doch mal in die Verlegenheit kommen, den Fernseher einzuschalten. Hinsetzen, berieseln lassen und dabei zusehen, wir Actionheld X die Welt vor Bösewicht Y rettet, wie sich Teenies im Wald verirren und dann von blutrünstigen Zombiekarikaturen dahingemeuchelt werden (wahlweise in Höhlen, in Holzhütten, in kleinen, unauffälligen Häusern mitten in der Stadt oder auch mal irgendwo in der Wüste), wobei es natürlich immer ein naives Dummchen gibt, dass gleich nach Hause will, einen heldenhaften Retter der den ultimativen Plan hat und meist zwei andere, die dann als Quotenblondchen für nackte Haut eingesetzt werden.

Neben Action und allerlei anderer seichter Unterhaltung gibt es dann noch Talkshows, in denen man den kulturellen Bodensatz der Gesellschaft dabei bestaunen kann, wie er sich gegenseitig an die Gurgel geht, weil der doofe A die schwer beschäftigte Hausfrau B mit der jungen und tief dekolletierten Schülerschauspielerin C betrogen hat, die aber von D schwanger ist (der das erst nach dem “powered by emotion”-Vaterschaftstest erfahren wird).

Und was musste ich gerade eben beim Zahnarzt sehen? Richtig! Einen Fernseher! Zwar huschten da dann von Zeit zu Zeit putzige kleine Tierchen über den Bildschirm und die Werbung basierte hauptsächlich auf den praxiseigenen Dienstleistungen – aber immerhin bleibt man jetzt nicht einmal mehr beim Arzt vor den Flimmerkisten verschont. Vielleicht sollte ich mir doch den neuen “Zahnarztbohrer-Klingelton” runterladen… ich bin ja wirklich schon langsam nicht mehr up to date. ;)

2. September 2008

Google verchromed das Web

Einsortiert unter: Programme,Technik — Wörterschmied @ 19:21
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Google veröffentlichte am heutigen Abend seinen neuen Browser “Chrome“. Technisch ist es ein Schritt in eine neue Generation der Browserentwicklung, allerdings ist der Schritt nur ein kleiner, bedenkt man, dass z. B. die Funktion, einzelne Tabs in eigenen Prozessen laufen zu lassen ebenfalls schon von Microsoft für die Version 8 des Internet Explorers angedacht war.

Wie verhält sich aber nun dieser neue Browser im Praxistest? Hier nun meine ersten Eindrücke:

Nach der recht kurzen Installation importierte der Browser Lesezeichen und gespeicherte Passwörter aus Firefox. Soweit so gut. Allerdings musste ich dabei feststellen, dass bei ein paar Seiten, auf denen mehrere Passwörter verwendet werden, gleich mal die falschen importiert wurden. Nun ja – ich will nicht meckern – es ist halt noch eine Beta-Version. :) Sehr positiv kann ich bisweilen das Look&Feel bewerten und vor allem die Ladezeit der einzelnen Webseiten. Sicherlich sind die Eindrücke dessen Subjektiv, da ich die einzelnen Ladezeiten nicht messen kann – dennoch muss ich sagen, dass Google Chrome einen deutlichen Geschwindigkeitsvorteil gegenüber anderen Browsern hat. Auch wenn mir Plugins wie Werbeblocker noch fehlen. Einzig auffällig ist, dass z. B. Fenster innerhalb der Joomla-Oberfläche ein wenig länger als z. B. bei Firefox benötigen, wenn sie das erste Mal geladen werden. Es lässt sich also vermuten, dass das Laden von CSS noch etwas optimiert werden muss.

Allgemein kann man also zunächst sagen: Gute Idee Google! Hier und da sollte noch ein wenig an den Leistungsschrauben gedreht werden – aber sonst ist da eine Browserengine aus der Taufe gehoben worden, die an sich begeisterungsfähig ist. Ein paar Funktionen könnte man allerdings noch ergänzen…

Weiteres zum Browserverhalten werde ich dann in der nächsten Zeit noch berichten.

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