Das Unvermeidliche…

30. Juli 2009

Sinnlose Studiengänge und 1-Euro Dozenten

Einsortiert unter: Wissenschaft und Forschung — Wörterschmied @ 09:55
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Politische Entscheidungen sind oft widersprüchlich. Ich denke, das kann man so stehen lassen. Problematisch werden politische Entscheidungen, wenn sie eigentlich nur wirtschaftliche Interessen verfolgen. So gibt es in Hamburg zum nächsten Sommersemester dann einen Masterstudiengang “Sound, Vision, Games“, um in der Spielebranche ein paar neue Jobs zu schaffen. Und das dann sogar ethisch und moralisch einwandfrei – chapeu!

Ich in meiner Form als polemischer Vollblutphilosoph finde an dieser Idee natürlich einiges bedenklich:

  • Werden die neuen “Master” dann auch von 1-Euro-Dozenten unterrichtet?
  • Was produziert man eigentlich als “ethisch und moralisch verantwortungsbewusster” Programmierer/Designer? Benjamin Blümchen Adventure? Sudoku mit 3D-Effekten? Und darf man dann einen Projektauftrag ablehnen, weil es mit dem ethisch-moralischen Wertekanon nicht übereinstimmt ach so verpönte Ego-Shooter herzustellen?
  • Wenn doch die Innenminister der Länder beschlossen haben, dass “Killerspiele” (ich hasse diese Bezeichnung) nicht mehr produziert werden dürfen – bilden wir dann die Leute für eine Anstellung im Ausland aus, sodass der “Wirtschaftsstandort Deutschland” viel eher geschädigt wird?
  • Darf man dann wenigstens auf eine angemessene Bezahlung hoffen, wenn man schon Geld und Lebenszeit in einen scheinbar überflüssigen Studiengang investiert?

Tja… was soll man dazu sagen? Es heißt ja immer so vollmundig, dass Akademiker statistisch seltener arbeitslos werden.

Richtig. Hartz-IV-Empfänger werden ja auch nicht in der Arbeitslosenstatistik geführt.

25. Juli 2009

Der Beweis: Hello Kitty is für’n Arsch!

Einsortiert unter: Werbepannen — Wörterschmied @ 15:14
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Hello Kitty Klopapier

Hello Kitty Klopapier

19. Juli 2009

Deutschland ist ein ungerechtes Land…

Einsortiert unter: Allgemein — Wörterschmied @ 11:28
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Eine GfK-Umfrage der Welt am Sonntag besagt, dass 75,1 % von gut 1000 befragten die Zustände in Deutschland für ungerecht befinden. “Es besteht offenbar ein leichter Zusammenhang zwischen dem Gerechtigkeitsempfinden und dem wirtschaftlichen Wohlstand der Region, in der die Befragten leben”, kommentiert dies GfK-Experte Klaus Hilbinger.

Das ist an sich auch kein Wunder. Immerhin richtet sich die Nachfrage nach der Chancengerechtigkeit – die einzige, die in der hier tradierten unsozialen Marktwirtschaft von größerem Interesse ist.

Viel bedeutender, dafür der Wirtschaft aber auch ein Dorn im Auge, ist die Verteilungsgerechtigkeit. Da eben diese mittlerweile so weit zurückgeblieben ist, dass sie kaum noch zum Tragen kommt, wundert es nicht, dass die Mehrheit der Befragten die Zustände in Deutschland für ungerecht halten.

Chancen? Verteilung? Was macht das für einen Unterschied?
Also: Bei der Chancengerechtigkeit kommt es darauf an, dass jedes Mitglied der Gesellschaft die gleichen Ausgangschancen hat, etwas im Leben zu erreichen. Basis für diese Gerechtigkeitsform ist es, dass die Mitglieder der Gesellschaft ihre persönlichen Fähigkeiten (die im Übrigen zufällig sind und damit weder gleich noch gerecht verteilt sind) dazu einsetzen können, persönlichen Erfolg zu haben und die knappen Güter der Gesellschaft erarbeiten zu können. Dabei kommen diejenigen, die von Natur aus schlechter ausgestattet sind (und damit schlechtere Startchancen haben) verständlicherweise zu kurz.

Verteilungsgerechtigkeit dagegen ist etwas vollkommen anderes. Dabei geht es vielmehr darum, dass die knappen Güter der Gesellschaft, nach festzulegenden, gerechten Kriterien, unabhängig von der natürlichen Ausstattung der Gesellschaftsmitglieder, verteilt werden. Anders ausgedrückt: Jeder bekommt den gleichen Teil vom Kuchen, egal ob er Millionär oder Hartz-IV-Empfänger ist.

Wo ist das Problem?
Nun ja – diejenigen, die die Mittel haben (also die Millionäre), wollen mehr vom Kuchen, als diejenigen, sie nicht haben (eben letztere Hartz-IV-Empfänger). Und damit sich das irgendwie begründen lässt, werden die Gesetze der Marktwirtschaft als alternativenlose Sachzwänge verkauft. Die durch Massenmedien und wirre Politik verblödete Gesellschaft hat das wohl oder übel auch eine ganze Weile lang geglaubt.

Leider lässt sich unübersehbare Armut und das damit verbundene Leiden nicht einfach wegdiskutieren. Die Bevölkerung wird unzufrieden mit der Demokratie, mit der Marktwirtschaft und mit den tradierten Gerechtigkeitsvorstellungen.

Wen wundert das ernsthaft?

Quellen:

Umfrage: Mehrheit der Deutschen hält das Land für ungerecht [Spiegel Online]

2. Juli 2009

Rentner “exekutiert” seinen PC – deutsche Parteien exekutieren die Netzfreiheit

Einsortiert unter: Computer und Technik — Wörterschmied @ 19:50
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In Italien “erschoss” ein Rentner seinen Computer, weil er nur zicken machte.

Ok.

Das beweist einmal mehr, dass alte Menschen keine Ahnung von moderner Technologie haben und sie völlig falsch einschätzen oder behandeln.

Deutsche Parteien bestehen ganz offensichtlich zum großen Teil aus alten Männern.

Wundert es da noch jemanden, dass nach dem “großartigen Erfolg” der Internetsperren in Deutschland, das Modell auf ganz Europa übertragen werden soll?

Komisch. Als deutsche Ideologien das letzte Mal auf Europa übergriffen, gab es deutlich mehr Widerstand… ^^

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